Herzhafter Käsekuchen – Rezept für Schweizer Chäswähe

Herzhafter Käsekuchen – Rezept für Schweizer Chäswähe

Pikanten Käsekuchen einfach selber machen

Deutsche in der Schweiz dürften, wenn Sie einen Käsekuchen bestellen, eine Über­raschung erleben: süss, wie ein Quarkkuchen oder eine Quark­torte ist das, was ihnen dann serviert wird, näm­lich nicht! Hierzu­lande ist Käsekuchen, oder bess­er gesagt, Käsewähe oder Chäswähe, pikant.

Würzige Käsekuchen – ein typisches Schweizer Essen

Als eine der beliebtesten Wähen kann der herzhafte Käsekuchen in der Schweiz in fast jed­er Bäck­erei stück­weise gekauft wer­den. Oft sind auch kleine, runde Chäschüech­li im Ange­bot. Im franzö­sis­chsprachi­gen Teil der Schweiz heis­sen diese gateau ou fro­mage. Käsekuchen wer­den, eben­so wie Zwiebelkuchen, auch an Märk­ten ange­boten, so dür­fen diese beispiel­sweise am Bern­er Zwiebel­markt oder bei der Basler Fas­nacht niemals fehlen. Am Oster­mon­tag ist es im Bern­er Ober­land Brauch, dass nach der Fas­ten­zeit Chäskuchen serviert wird.

Käsekuchen selber machen – Rezept für eine herzhafte Käsewähe

Dieses Grun­drezept für einen herzhaften Schweiz­er Käsekuchen kannst du ganz nach deinem per­sön­lichen Geschmack abwan­deln. Die Zubere­itung dauert eine gute halbe Stunde und etwa gle­ich viel Zeit ist zum Back­en der Chäswähe einzu­pla­nen. Das Rezept ist für 4 Per­so­n­en berechnet.

Zutat­en für den Teig:

  • 250 g Mehl
  • 125 g kalte Butter
  • 1 Ei
  • eine Prise Salz

Zutat­en für den Belag:

  • 2 EL Mehl
  • 2 Eier
  • Pfef­fer oder eine Prise Cayennepfeffer
  • 200 ml Rahm oder Nature Joghurt
  • Salz
  • 300 g Käse

Die Zubere­itung:

  1. Das Mehl mit dem Salz ver­mis­cht in eine Backschüs­sel geben oder direkt auf die Arbeits­fläche häufeln. In die Mitte eine Mulde drück­en, das Ei hineingeben und die But­ter, in kleine Stücke gehackt, auf den Rand verteilen.
  2. Alles gut mit einem Mess­er «durch­hack­en».
  3. Mit kalten Hän­den schnell zu einem Teig verkneten, diesen zu ein­er Kugel for­men und in Haushalts­folie gewick­elt eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Back­ofen auf 180 Grad vorheizen.
  5. Teig zwis­chen zwei Lagen Klar­sicht­folie rund aus­rollen und eine Wähen­form mit 24 cm Durchmess­er damit ausle­gen. Dabei einen Rand andrück­en. Den über­ste­hen­den Teigrand kannst du entwed­er mit ein­er Schere abschnei­den oder vor dem Back­en ein­fach über den Belag umschlagen.
  6. Den Käse in eine Schüs­sel reiben und mit den anderen Zutat­en mit ein­er Gabel oder der Hand gründlich vermischen.
  7. Den Belag auf den Teig verteilen und die Käsewähe in ca. 30–40 Minuten gold­braun backen.

Dieses Grun­drezept für Schweiz­er Käsewähe lässt sich beliebig verän­dern. Hier ein paar Ideen und son­stige Tipps für abwech­slungsre­iche Käsekuchen:

  • Mis­che geriebene oder klein gewür­felte Zwiebeln unter den Belag.
  • Auch Speck passt gut zu einem Käsekuchen: Speck­wür­fel andün­sten, abkühlen lassen und unter die Käsemis­chung geben.
  • Gut passen auch Speck und Zwiebeln gemischt.
  • Ein Käsekuchen eignet sich gut für die Restev­er­w­er­tung. Hast du ver­schiedene Käser­este daheim, kön­nen Sie diese mischen.
  • Möcht­est du Kalo­rien sparen, erset­ze den Rahm durch Nature Joghurt.
  • Zum Würzen eignen sich unter anderem Papri­ka, Muskat, Küm­mel, Gewürzmis­chun­gen für Raclette.
  • Du hast wed­er Rahm noch Natur Joghurt zur Hand? Dann stelle den Belag mit einem Schuss Weis­s­wein und 2 dl Milch her.
  • Zur Abwech­slung kannst du geriebenes oder kleingewür­feltes Gemüse unter­mis­chen. Gut eignen sich zum Beispiel Lauch oder Peperoni.
  • Serviere die Käsewähe mit einem gemis­cht­en Salat.
  • Ein herzhafter Käsekuchen schmeckt auch kalt und passt deshalb gut zu einem Pick­nick und kann auf Wan­der­touren mit­gekom­men werden.

Schweiz­erdeutsch-Hochdeutsch – die wichtig­sten Begriffe rund um die Chäswähe

Peper­oni heis­sen in der Schweiz die Paprikaschoten, eine Wähen­form ist eine Tart­form, Lauch ist Por­ree und Rahm heisst bei uns die Sahne. Wenn du Fra­gen zur Schweiz­er Küche oder zu bes­timmten Begrif­f­en hast, dann nutze bitte das Kommentarfeld!

Sabine Itting

 

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