So giesst du deine Pflanzen richtig

So giesst du deine Pflanzen richtig

Die Giesskanne in die Hand zu nehmen und Wass­er in die Erde zu schüt­ten, kann doch nicht so schw­er sein, oder? Falsch gedacht, denn viele wichtige Fak­toren kön­nen darauf Ein­fluss haben, ob das Giessen dein­er Pflanzen von Erfolg gekrönt sein wird oder mehr Schaden anrichtet, als dir lieb ist. Mit dem richti­gen Wis­sen und der geeigneten Tech­nik machst du deine Pflanzen glück­lich. Sie danken es dir mit reich­er Ernte oder üppiger Blütenpracht.

Wann muss gegossen werden?

Grund­sät­zlich gilt: Je früher am Tag gegossen wird, desto mehr Wass­er wird von der Erde und fol­glich von der Pflanze aufgenom­men. Als ide­al haben sich hier­bei die Mor­gen­stun­den von drei bis fünf Uhr erwiesen. Zwar erfordert die Pflege deines Gartens in so ein­er frühen Stunde viel Diszi­plin, jedoch sind die Vorteile unverkennbar. Nun ste­ht wohl kaum jemand mit­ten in der Nacht auf, um seine Pflanzen zu tränken, aber nimm dir etwas Zeit dafür, bevor du zur Arbeit gehst! Vor Son­nenauf­gang, bevor die Tem­per­atur der Luft die Ver­dun­stung des gegosse­nen Wassers beschle­u­nigt, kann sich die Feuchtigkeit tiefer in der Erde anstauen. Dies ist beson­ders im Som­mer essen­ziell, da die Tage länger sind und Pflanzen sowie Erde tagsüber hohen Tem­per­a­turen aus­ge­set­zt sind.
Dass eine Pflanze im Win­ter nicht getränkt wer­den muss, gehört übri­gens zum gefährlichen Halb­wis­sen. In der kalten Jahreszeit kann ein gefroren­er Boden näm­lich ver­hin­dern, dass die Pflanze Wass­er aufnehmen kann, sodass sie in der Win­ter­son­ne vertrock­net. Bedenke deshalb, dass du beim Giessen in kalten Jahresab­schnit­ten auch auf die Beschaf­fen­heit und Tem­per­atur des Bodens acht­en musst.

Du musst die Bedürfnisse deiner Pflanzen kennen

Pflanzen sind nicht gle­ich Pflanzen, sodass die Unter­schiede zwis­chen den Sorten ein­er riesi­gen Spanne unter­liegen kön­nen. Je nach­dem, ob du Kräuter, Salat, Rosen, Gurken oder etliche andere Sorten anbaust, hat jede Pflanze ihr eigenes Bedürf­nis an Wass­er. Informiere dich daher aus­giebig über deine kleinen Schüt­zlinge. Stark wasser­haltiges Gemüse, wie Gurken, Mel­o­nen oder Zuc­chi­ni erfordern große Men­gen an Wass­er, während sich viele Kräuter nur in mäs­sig feuchter Erde wohlfühlen.
So giesst du deine Pflanzen richtig
Jede Pflanze hat ihre eige­nen Bedürfnisse, das trifft auch auf das Giessen zu (Bild: pixabay.com)

Was viele Hobbygärtner nicht wissen:

Wass­er tut Pflanzen zwar gut, aber nicht an jed­er Stelle. Viele Pflanzen­sorten sind sehr sen­si­bel, wenn bei der Gartenpflege auf die Blät­ter, Früchte oder den Stamm gegossen wird. Sofern die Pflanze nicht expliz­it dafür bekan­nt ist, große Men­gen Wass­er auf dem oberirdis­chen Teil verkraften zu kön­nen, musst stets auf die Erde unmit­tel­bar neben der Pflanze gießen. Die gilt es selb­st bei der prallen Hitze und hohen Tem­per­a­turen zu beacht­en, da die Pflanze über eigene küh­lende Mech­a­nis­men ver­fü­gen könnte.

Tipps für Gartenneulinge zusammengefasst:

  • Sofern kein Schild auf dem Pflanzen­topf Hin­weise fürs kor­rek­te Giessen gibt, frage beim Verkauf­sper­son­al nach und lasse dir Tipps geben.
  • Du soll­test den Strahl niemals direkt auf Blu­men, Kräuter und Gemüse richt­en, kaufe dir deshalb eine Giesskanne mit Brause.
  • Die Mit­tagshitze ist tabu fürs Giessen! Sind deine Beete in der Som­mer­hitze sehr aus­getrock­net, giesse am Abend nochmals.
  • Viele Kräuter stam­men aus dem Mit­telmeer­raum und ver­tra­gen trock­ene Böden bess­er als zu nasse.
  • In ein­er Tonne fängst du Regen­wass­er auf, mit dem du deinen Garten giessen kannst, ohne Trinkwass­er zu verschwenden.
  • Ver­giss deine Pflanzen nicht, wenn du in die Ferien gehst, organ­isiere rechtzeit­ig jeman­den, der ihnen regelmäs­sig Wass­er gibt.

Hast du weit­ere Tipps? Dann hin­ter­lasse gerne einen Kommentar!


in Zusam­me­nar­beit mit einem Gastautor

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