Kräuter vom Fensterbrett: Tipps für frisches Grün für frische Rezepte, die du kennen solltest

Kräuter vom Fensterbrett: Tipps für frisches Grün für frische Rezepte, die du kennen solltest
Wer Kräuter vom Fensterbrett ernten kann, wertet damit jedes Gericht auf. Gibt es etwas Schöneres, als den Duft von frisch gezupften Kräutern in der Nase zu haben? Für mich gehört das Aroma von Schnittlauch, Basilikum und Co. zum Kochen einfach dazu. Getrocknete Kräuter aus dem Glas können da beim besten Willen nicht mithalten. Ob du nun einen grossen Garten bewirtschaftest oder deine grüne Oase auf dem Fensterbrett in der Küche pflegst – eigene Kräuter sind nicht nur robuster als die „gepushten“ Töpfe aus dem Supermarkt, sie schmecken auch doppelt so gut!

🌿 So fühlen sich Kräuter auf dem Fensterbrett wohl:

  • Erde & Sand: Mediterrane Kräuter wie Thymian lieben es karg. Ich mische normale Erde im Verhältnis 3:1 mit Sand.
  • Keine nassen Füsse: Tonscherben am Topfboden verhindern Staunässe – das ist das A und O.
  • Dünger aus der Tasse: Wirf deinen Kaffeesatz nicht weg! Getrocknet ist er ein genialer, natürlicher Dünger.
  • Morgenstund hat Wasser im Mund: Giess deine Schätze am besten frühmorgens mit abgestandenem Wasser oder Regenwasser.

Kräuter vom Fensterbrett: Welches Grün passt zu dir?

Anstatt dir eine lange Liste aufzuschreiben, habe ich meine Favoriten nach ihrem „Einsatzgebiet“ sortiert. So findest du sofort, was du für dein nächstes Menü brauchst:

Die Unverzichtbaren für Schweizer Klassiker

In meiner Küche dürfen Schnittlauch und Petersilie niemals fehlen. Ob im Quark, zu Gschwellti oder über den Salat gestreut – sie geben den vertrauten, herzhaften Geschmack. Wichtig: Schnittlauch schneide ich immer frisch und koche ihn nie mit, damit das Aroma bleibt. Wenn du es etwas feiner magst, empfehle ich dir Kerbel für Suppen und Eintöpfe.

Ein Hauch Mittelmeer auf dem Teller

Für das Feriengefühl zu Hause ziehe ich Basilikum, Oregano und Thymian. Basilikum ist die Diva unter den Kräutern und braucht viel Licht und Wärme – perfekt für ein Pesto oder Tomaten mit Mozzarella. Oregano und Thymian sind dagegen echte Kämpfer und würzen Fleisch, Pizza und Pasta auch im getrockneten Zustand noch hervorragend.

Das gewisse Etwas: Deko & Erfrischung

Liebst du es optisch ansprechend? Dann ist Borretsch mit seinen blauen Blüten dein Freund. Die Blüten sind essbar und sehen toll im Salat aus. Für die sommerliche Erfrischung nutze ich Zitronenmelisse (traumhaft zu Erdbeeren!) und natürlich verschiedene Sorten Minze, die bei mir im Garten fast überall wachsen darf.

Rezept-Quickie: Mein liebster Kräuter-Dip

Wenn es schnell gehen muss und gesund sein soll, rühre ich diesen Dip an: Zwei Becher Naturejogurt, einen Löffel Crème fraîche und einen Spritzer Zitrone vermengen. Jetzt kommt die Hauptsache: Eine Handvoll deiner frisch geernteten Lieblingskräuter fein hacken und unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, kurz ziehen lassen – fertig ist die perfekte Beilage zu Brot oder Kartoffeln. Diese kannst du immer wieder ändern, je nachdem welche Kräuter auf deinem Fensterbrett gerade wachsen. Oder würze mit Knoblauch, gib etwas Olivenöl dazu, oder vermenge den Tipp mit klein gehackten Tomaten.

Nachhaltigkeits-Tipp: Hast du zu viel geerntet? Kräuter lassen sich gut einfrieren. Du kannst auch Kräuterbutter daraus machen und diese entweder frisch verwenden oder ebenfalls einfrieren. Auch Kräuteröl und Kräuteressig lassen sich ganz einfach selbst ansetzen.

Übrigens: Damit deine Kräuter auf dem Fensterbrett auch überleben, wenn du mal ein paar Tage nicht zu Hause sein solltest, lohnt es sich, spezielle, selbstbewässernde Kräutertöpfe zu kaufen. So sparst du dir die Enttäuschung, Basilikum, Petersilie und Co vertrocknet vorzufinden. 

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In einem frühren Beitrag haben wir bereits über die Wirkung von Küchenkräutern in der Naturapotheke geschrieben, den Artikel findest du hier. 

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