Kräuter für Balkon und Fensterbank

Kräuter für Balkon und Fensterbank

Auch wenn du keinen eige­nen Garten hast, kannst du Heilkräuter oder Küchenkräuter selb­st zücht­en. Es spielt übri­gens keine Rolle, ob du von Heilkräutern oder Küchenkräutern sprichst: Die nach­fol­gend vorgestell­ten Pflän­zlein eignen sich zum Würzen und Aufw­erten viel­er Speisen. Gle­ichzeit­ig sind sie gesund und kön­nen bei ver­schiede­nen gesund­heitlichen Beschw­er­den Lin­derung verschaffen.

Frische Kräuter sind gesund und schmecken einfach gut

Viele Hob­byköche ziehen auf der Fen­ster­bank oder auf dem Balkon Schnit­t­lauch, Peter­silie oder Basi­likum selb­st. Diese drei Kräuter sind aus unseren Küchen nicht wegzu­denken. Aber welche Kräuter, die neben den Geschmack­sner­ven auch Kör­p­er, Geist und Seele gefall­en, eignen sich noch für Blumenkästen?

Heilkräuter, die sich auch in Blumenkästen und Töpfen wohlfühlen

Laven­del: Schon sein Duft ist ein Grund dafür, ihn unbe­d­ingt auf Balkon oder Ter­rasse zu pflanzen. Seine Inhaltsstoffe wirken beruhi­gend, hal­ten Mück­en fern und fördern einen erhol­samen Schlaf. Du kannst Laven­del trock­nen und kleine Kissen damit füllen oder ihn als Tee zubere­it­en. In der Küche kann er Süssspeisen und Marme­laden eine raf­finierte Note geben. Laven­delöl mit Kokosöl ver­mis­cht ergibt einen wirk­samen Mück­en­schutz. Ein­fach die Haut alle drei bis vier Stun­den mit ein paar weni­gen Tropfen einreiben.

Pfef­fer­minze: Ein Pfef­fer­minz­tee beruhigt Magen und Darm. In ori­en­tal­is­chen Län­dern wird heiss­er Tee an eben­so heis­sen Som­merta­gen serviert, pro­biere das auch ein­mal aus! Sowieso gehört Pfef­fer­minze in die Küche des Ori­ents und ist auch im mediter­ra­nen Raum beliebt. Tzatzi­ki mit Pfef­fer­minze erin­nert an Ferien in Griechen­land, ein Cous­cous-Salat mit Minze an Marrokko.

Zitro­nen­melisse: Auch diese Heilpflanze besän­ftigt den Magen und wirkt all­ge­mein gegen Unruhe und Ner­vosität. Am besten brühst du dir bei Bedarf einen Tee aus frischen Blät­tern. Melis­senblättchen sind eine schöne Deko­ra­tion auf Eis­creme und anderen Desserts und aro­ma­tisieren Trinkwass­er. Dafür ein­fach ein paar kleine Zweige mit­samt der Blät­ter ein eine Glaskaraffe geben und mit gutem Wass­er auffüllen.

Thymi­an: Er wächst auch in der Schweiz an vie­len Orten wild. Nicht nur auf Berg­wiesen habe ich ihn schon gese­hen, auch im Zürich­er Unter­land kon­nte ich ihn sam­meln. Prak­tisch ist es natür­lich, frischen Thymi­an immer gle­ich zur Hand zu haben, wenn er gebraucht wird. Deshalb hat­te ich ihn schon früher immer auf dem Balkon. Jet­zt wächst er im Garten. Der Pflanze wird eine schleim­lösende und entkrampfende Wirkung nachge­sagt. Thymi­an ist aus der mediter­ra­nen Küche nicht wegzu­denken. Ein Klas­sik­er, der ohne diese aro­ma­tis­che Heilpflanze nicht auskommt, ist Ratatouille

Ros­marin: Vielle­icht hast du in den Ferien schon grosse, hohe Ros­marin­stau­den gese­hen. Für Garten und Balkon gibt es kleinere Vari­anten. Ros­marin kann viel­seit­ig in der Küche ver­wen­det wer­den und hat auf­grund sein­er Inhaltsstoffe einen fes­ten Platz in der Naturheilkunde. Das Würzkraut passt zu Fleisch, Fisch, Kartof­feln, Pastagericht­en und natür­lich in die Mit­telmehrküche. Als Heilkraut find­et Ros­marin beispiel­sweise Anwen­dung bei Depres­sio­nen, Kreis­lauf­beschw­er­den und Durchblutungsstörungen.

Sal­bei: wird als wirk­sames Mit­tel gegen über­mäs­siges Schwitzen sowie bei Hal­sweh geschätzt. Du kannst Sal­beit­ee zubere­it­en und mehrmals täglich eine Tasse trinken. Ein stark­er Tee lin­dert, abgekühlt, Zah­n­fleis­chentzün­dun­gen. Sal­bei ist vor allem in der ital­ienis­chen Küche zu Hause und passt zu Fleis­chgericht­en und Kartof­fel­speisen, beson­ders zu Gnocchi.

Dill: Sein Geschmack zeigt die Ver­wandtschaft mit Anis, Küm­mel und Fenchel. Die Inhaltsstoffe machen den Dill zu einem beliebten Kraut in Nat­u­rapotheke und Küche. Er kann gegen Blähun­gen einge­set­zt wer­den und wirkt entzün­dung­shem­mend und leicht antibak­teriell. Während der Samen für die Teezu­bere­itung ver­wen­det wird, passt das Kraut in Kräuterquark, zu Salzkartof­feln, eini­gen Frischgericht­en und ganz beson­ders zu Gewürzgurken.

Natür­lich gibt es noch wesentlich mehr Kräuter, die in Blu­men­töf­pen und Kästen prob­lem­los aus­gesät oder gepflanzt wer­den kön­nen. Diese Über­sicht zeigt, welche bei mir fast immer frisch vorhan­den sind. Andere Heilkräuter und Küchenkräuter find­en opti­male Bedin­gun­gen im Garten und fühlen sich im Beet wohl. Ohne Kräuter geht nun mal nicht!

Welche Kräuter dür­fen auf deinem Balkon oder auf dein­er Fen­ster­bank nicht fehlen? Hin­ter­lasse gerne einen Kommentar!

Gut zu wis­sen: Heilpflanzen kön­nen bei leicht­en Unpässlichkeit­en einge­set­zt wer­den oder die Schul­medi­zin ergänzen. Trotz sorgfältiger Recherche und eige­nen Erfahrun­gen geben wir auf dieser Seite kein­er­lei Heil­ver­sprechen und lehnen jede Ver­ant­wor­tung ab. Fühlst du dich tage­lang krank, wer­den deine Beschw­er­den plöt­zlich stärke und kommt Fieber dazu, suche bitte umge­hend einen Arzt auf!

4 Gedanken zu “Kräuter für Balkon und Fensterbank

  1. Bei mir gehen die Kräuter in der Küche immer kaputt. Seit let­ztem Jahr ste­hen sie in der Stube auf dem Fen­ster­brett und sieh da, jet­zt geht es ihnen gut. Mein Küchen­fest­ner geht nach Nor­den, vielle­icht liegt das daran. In der Stube erhal­ten sie viel Licht und bald kön­nen sie umziehen raus auf den Balkon. Ich habe immer noch frische Kresse. Die kommt sog­ar in der Küche.
    Danke für die Ein­ladung auf deine Seite übri­gens. Ich abon­niere sie gle­ich mal!
    Viel Erfolg, liebe Grüsse, Doris

    1. Hal­lo Doris, danke für den Kom­men­tar und das Abo! In mein­er Woh­nung in Zürich hat­te ich übri­gens das gle­iche Prob­lem. Das Küchen­fen­ster ging nach Nor­dosten und ins­ge­samt war die Küche recht dunkel. Jet­zt habe ich zwar viel Licht, aber kann das Fen­ster­brett nicht nutzen, wegen der Katzen 😀
      Liebe Grüsse und schau bald wieder vorbei!
      Sabine

  2. Ich habe sog­ar Salat in der Küche zum Wach­sen gebracht. Er blieb allerd­ings rel­a­tiv klein und wollte dann ein­fach nicht mehr weit­er wach­sen. Als Tipp für Selb­stver­sorg­er, pro­biert es mal!
    lg Katharina

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