Vogelmiere — Wissenswertes und Omas Heilsalbe-Rezept

Vogelmiere — Wissenswertes und Omas Heilsalbe-Rezept

Vogelmiere ist ein wirksames Heilkraut

Das anspruch­slose Kräut­lein wächst fast das ganze Jahr über. Da es beina­he über­all vorkommt, an Weg- und Straßen­rän­dern, auf Brach­flächen, Wiesen und Feldern, wird es oft für Unkraut gehal­ten, überse­hen oder aus­geris­sen. Das ist schade, denn es bringt gesunde Abwech­slung auf unseren Speise­plan und bietet sich als schöne Deko­ra­tion an. Vie­len ist gar nicht bewusst, dass die Vogelmiere ein Küchenkraut ist. Auch in der Heilkunde hat die Vogelmiere seit Hun­derten von Jahren ihren Platz. 

Die dicke Pol­ster bildende Vogelmiere wird mehrere Zen­time­ter hoch. Sie bildet stern­för­mige, kleine weiße Blüten. Es ist kaum möglich, diese einzeln zu pflück­en, sodass die Vogelmiere mit­samt ihrer Stän­gel, Blüten, Blät­ter und der winzi­gen kugelför­mi­gen Früchte ver­wen­det wird.

Die Pflanzen­teile kön­nen alleine als Salat angerichtet oder unter Blattsalate gemis­cht wer­den. Vogelmiere lässt sich ähn­lich wie Spinat zubere­it­en und wertet viele Gemüsegerichte auf. Wer mag, nutzt das zier­liche Kraut als Bestandteil ein­er 9‑Kräuter-Suppe: Es ist eine uralte Tra­di­tion, aus den ersten frischen Kräutern des Jahres eine gesunde, schmack­hafte Suppe zu kochen. Kräuter­suppe schmeckt natür­lich auch im Som­mer und Zutat­en find­en sich in der Natur bis in den Herb­st hinein.

Vogelmiere hat einen milden Geschmack, der an Kopf­salat erin­nert. Da die Blüten ess­bar sind, kön­nen diese deko­ra­tiv über viele Speisen gestreut wer­den, ohne das Aro­ma des Gerichts zu ver­fälschen. Das zarte Pflänzchen kann übri­gens prob­lem­los auch in Blu­menkästen oder im Garten gezüchtet werden.

Vogelmiere in der Naturmedizin

Früher wurde die Vogelmiere auf­grund ihrer heilen­den Wirkung bei aller­lei Beschw­er­den geschätzt. Ihr wird eine schmer­zlin­dernde, krampflösende und entzün­dung­shem­mende Wirkung nachge­sagt. Sie wurde bei Blase­nentzün­dung, Rheuma und träger Ver­dau­ung ver­wen­det. Auch soll sie bei kleinen Ver­let­zun­gen, wie ober­fläch­lichen Ver­bren­nun­gen, Insek­ten­stichen oder Schür­fwun­den die Heilung fördern. Eine Salbe mit Vogelmiere kann bei Neu­ro­der­mi­tis angewen­det wer­den. Als Tee zubere­it­et, fördert die Vogelmiere bei schleimi­gen Hus­ten den Auswurf.

Omas Vogelmiere-Salbe selber machen

Auch wenn du noch wenig oder gar keine Erfahrung im Sel­ber­ma­chen von Sal­ben hast, kannst du eine Vogelmiere-Salbe her­stellen. Das ist ganz ein­fach und die Zutat­en sind leicht zu beschaffen.

Alles was du benötigst, um Vogelmiere Salbe sel­ber zu machen ist:

  • 1 grosse Hand­voll frische Vogelmiere
  • 150 g Man­delöl (ein anderes Öl, zum Beispiel Olivenöl, geht auch)
  • 10 – 15 g Bienenwachs

Das Kraut sollte vor der Ver­ar­beitung etwas antrock­nen. Es ist deshalb opti­mal, wenn du die Vogelmiere am Mor­gen sam­melst, auf Küchen­pa­pi­er aus­bre­itest und am Nach­mit­tag verarbeitest.

Und so wird die Salbe gemacht:

  • Zuerst muss die Vogelmiere mit einem schar­fen Mess­er gründlich zerklein­ert werden.
  • Nun gib­st du Öl und Kraut in ein Kon­fitüre Glas oder ein anderes feuer­festes Gefäss. Achte darauf, dass die Vogelmiere vol­lkom­men vom Öl bedeckt ist.
  • Das Glas stellst du in ein Wasser­bad und lässt es min­destens eine Stunde sieden.
  • Anschliessend soll­test du das Öl ein paar Stun­den oder über Nacht ziehen lassen.
  • Im näch­sten Schritt giesst du es durch ein sehr feines Sieb ab.
  • Nun kommt das Öl zusam­men mit dem Bienenwachs wieder ins Wasser­bad. Während dieses erhitzt, soll­test du das Öl immer wieder umrühren, bis sich das Bienenwachs darin kom­plett aufgelöst hat.
  • Die Vogelmiere-Salbe füllst du nun, solange sie noch flüs­sig ist, in kleine Gläs­er oder Dosen und lässt sie abkühlen.
  • Damit ist die Salbe gebrauchsfertig.


Salben selber machen
Sal­ben sel­ber machen, Bild. pixabay.com

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Hast du Erfahrung mit der Vogelmiere? Nutzt du sie in der Küche oder Nat­u­rapotheke? Dann erzäh­le uns doch in einem Kom­men­tar darüber!

 

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